Alte Gemüsesorten

Über das Thema „Vielfalt“ wird viel gesprochen, aber es wird nicht mehr gelebt. Große Konzerne wollen auch das Recht an Saatgut und damit auch an der Vielfalt, aber der Erhalt der Vielfalt ist keinesfalls ihr Ziel. In den vergangenen Jahren hat sich ein Gemüsesortiment etabliert, welches als fertiges Gemüse im Markt angeboten wird, aber auch als Saatgut für jedermann zur Verfügung steht. Es gibt innerhalb der angebotenen Sorten farbliche und geschmackliche Nuancen, aber mehr auch nicht. Dabei begleitet Gemüse die Menschen bereits, seit sie die Bäume verlassen haben. Sicherlich hat es lange gedauert, bevor die Menschen ihr Gemüse nicht nur zufällig fanden, sondern auch angebaut haben. So war es bereits im „Alten Ägypten“ üblich, Gemüse in Gärten anzubauen. So wurden bereits Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Bohnen, Linsen, Erbsen, Kichererbsen und ägyptische Gurken kultiviert. Die ägyptische Gurke ist jedoch eher eine kleine Melone denn eine Gurke. Dem Knoblauch kam in dieser Zeit eine besondere Bedeutung zu, er wurde den Arbeitern beim Bau der Pyramiden in großer Menge verabreicht, um diese gesund zu erhalten. Auch im „Alten Griechenland“ hatte das Gemüse eine große Bedeutung. So hatte auch Wildgemüse besonders in Fastenzeiten einen großen Wert für die „Alten Griechen“. Vielleicht wurde hierdurch die Kultivierung neuer Sorten begünstigt. Sicherlich hatten es in dieser Zeit Sorten wie der Hirschhornwegerich in die Gärten geschafft.

Die Römer übernahmen die bereits bekannten Gemüsesorten … weiterlesen