Die Erhaltung und Verbesserung der Fruchtbarkeit des Gartenbodens

Mit dem Erwerb eines Pachtgartens ist für jeden Kleingärtner auch die sogenannte Erhaltung und Mehrung der Bodenfruchtbarkeit verbunden. Je nach Zustand des Gartens (Neuanlage oder jahrzehntelange Nutzung) sollte jeder Gartenfreund am Anfang über die Qualität seines Gartenbodens informiert sein. Die sicherste Methode zur Erlangung dieses Wissens ist eine Bodenuntersuchung auf den pH-Wert, die Nährstoffe Phosphor, Kalium und Magnesium sowie auf Stickstoff (organische Substanz). Ein lockerer, humoser Gartenboden ist für viele Pflanzen die Voraussetzung für gesundes Wachstum. Die Pflanzen, die wir im Garten anbauen und ernten, entziehen dem Boden kontinuierlich Nährstoffe entsprechend ihres Bedarfes.

Als Pächter haben wir verschiedene Möglichkeiten, dem Boden die entzogenen Nährstoffe permanent wieder zurückzugeben. Die preiswerteste Variante ist eine geschlossene Kreislauf-Kompost-Wirtschaft: Alle im Garten anfallenden organischen Abfälle werden fachgerecht kompostiert. Mit dem fertigen Kompost werden dem Boden dann die fehlenden Nährstoffe wieder zugeführt. Nicht kompostieren sollten wir Pflanzenreste mit bodenbürtigen Krankheiten (z.B. Kohlhernie). Ebenfalls nicht zum Kompostieren geeignet ist im Handel gekauftes organisches Material wie Blumensträuße oder Früchteschalen. Das Risiko, Umweltgifte (PSM-Rückstände) in unseren Nährstoffkreislauf einzutragen, ist hier relativ hoch. Ansonsten kann man alle anfallenden, natürlich belassenen pflanzlichen Abfälle aus dem eigenen Garten wieder zu wertvollen Bodenverbesserern kompostieren. Leider ist es für viele Gartenfreunde zur Gewohnheit geworden, ihre pflanzlichen Abfälle im blauen Sack zu entsorgen.  weiterlesen